Montag, Juni 19, 2017

MacGyver-Remake

Richard Dean Anderson würde sich umbringen, nur um sich dann im Grab rumzudrehen wegen dieser Verschandelung...

Gestern lief das Serien-Remake von MacGyver an. Und es bestätigte sich nach zwei Stunden (Doppelfolge), was sich bereits nach der ersten Minute, spätestens aber nach dem Intro abzeichnete: Eine einzige Enttäuschung. Der von Lucas Till verkörperte (junge) Mac Gyer kommt als besserwisserisches Bürschchen daherund beraubt der Wiederauflage der Serie aus den achtziger Jahren damit seines ganzen Charmes. Sobald sein Darsteller Lucas Till in Anzug und Fliege aus seinem viel zu teuren Flügeltür-Benz steigt, die blonden Haare zurückbetoniert, ein überlegenes Grinsen im Gesicht, möchte man dem Jüngelchen das antun, was er gerade der beliebten Fernsehfigur MacGyver antut. Nichts mehr zu spüren von der agentenartigen ("Phoenix-Foundation") Abenteurerfigur, die aus biographischen Gründen eine Abneigung gegen Handfeuerwaffen hat und sich mit Hilfe von Kaugummi, Büroklammer und Knallfrosch durch mitteldicke Gefängnismauern sprengt. Nichts mehr zu spüren von der Treuherzigkeit für die Unterdrückten dieser Welt.

Während sein Vorgänger, gespielt von Richard Dean Anderson, auf dicken Turnschuhsohlen herumschlurfte und sich sympathisch unprätentiös gab, hält der Neue gar nichts von Bescheidenheit. Was dieses superschlaue, supersouveräne Superagenten-Abziehbild mit dem höflichen Schluffi aus der alten Serie zu tun haben soll, das weiß vermutlich nicht einmal Peter M. Lenkov, der Entwickler.  Nicht einmal das Frisurenproblem haben sie behoben...

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